Vernickeln

Ein wichtiger Arbeitsgang beim Nachbau einer Enigma ist das Vernickeln diverser Stahl- und Messingteile. Große Werkstücke, z.B. die Bleche der Lampenfelder werden einzeln behandelt, kleine Massenteile werden in einer besonderen Galvanisiertrommel beschichtet.

Die wichtigste Voraussetzung für alle galvanischen Arbeiten ist das gründliche Reinigen und Entfetten der Waren. Dazu gibt es verschiedene Verfahren, Schüttgut wird (von mir) meist in einem besonderen Entfetter abgekocht und dann elektrolytisch entfettet. Nach dieser Reinigung werden die Teile kurz in geeignete Säuremischungen getaucht, um letzte Oxidreste zu entfernen. Schließlich können die Teile dann in entsprechenden Bädern galvanisiert werden. Zwischen allen Arbeitsschritten muss immer gründlichst (!) gespült werden, da sich die Lösungen aus Sacklöchern, Gewinden etc. nur schwer entfernen lassen.

Stahlteile werden von mir immer zuerst vernickelt, dann verkupfert und zum Schluss nochmals vernickelt. Die Kupferzwischenschicht sorgt für einen guten Korrosionsschutz, der bei dünnen Nickelschichten nicht immer gewährleistet ist.

Die Trommel zum Massengalvanisieren besteht aus schlichtem Plexiglas mit zigtausend kleinen Löchern, durch die der Elektrolyt ein- und austreten kann. Sie wird über einen Scheibenwischermotor langsam gedreht, wodurch die Werkstücke umgewälzt und so gleichmäßig beschichtet werden.

Nach dem Beschichten müssen die Waren nochmals gründlich gespült werden, am besten in heißem Wasser. Dann werden sie schnell getrocknet, um eine Fleckenbildung zu vermeiden.

  • Die Galvanisiertrommel
  • Die Galvanisiertrommel
  • Frisch vernickelte Tasten
  • Verschiedene vernickelte Bleche
  • Vernickelte Schrauben
  • Kontaktplättchen vor dem Entfetten
  • Kontaktplättchen während des Entfettens
  • Die Galvanisiertrommel vor dem Befüllen
  • Die verschiedenen Bäder
  • Fertig vernickelte Kontaktplättchen